Freitag, 6. November 2009

Geschichte wiederholt sich doch

"Mit xxx kommt eine Figur an die Spitze, die schon seit 20 Jahren in Bonn agiert, von der aber keiner sagen kann, wer er eigentlich ist. Er löst Befürchtungen aus, aber keine Begeisterung. War bisher ein deutscher Provinzpolitiker. xxx kann weder englisch noch französisch. Er ist ein Politiker ohne Ausstrahlungskraft und Charisma. Hervorgetan hat xxx sich durch einen unbändigen Aktionismus, Hektik, Betriebsamkeit, Show-Geschäft, eine Arbeitswut und Omni-Präsenz, Alleskönnerei. xxxs Einzug ins Außenministerium sehen seine künftigen Untergebenen mit einiger Beklemmung entgegen. Aber sie rechnen damit, dass der außenpolitische Dilettant ohne den Apparat überhaupt nicht zurande kommen kann."

Diese Worte, würde man meinen, begleiten Guido Westerwelle auf den Weg ins Amt. Doch weit gefehlt: Der Text stammt aus dem Jahre 1974 und beschreibt den Start von Hans-Dietrich Genscher, der heute für die meisten Deutschen der größte Außenminister der Nachkriegszeit ist. Geschichte wiederholt sich eben doch - und Guido Westerwelle hat eine faire Chance verdient...

Der Link zum kompletten Artikel über Westerwelles Antrittsbesuch in den USA: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,659648,00.html

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